Beitrags-Archiv für die Kategory 'Zum Mitnehmen!'

Gefahren der Makrofotografie

Donnerstag, 25. Juni 2009 23:50

Hier ist noch ein kleiner Tipp für die Makrofotografie.

Wenn ich Makros schieße, finde ich mich sehr oft im Gras liegend wieder oder ich stapfe durch Naturwiesen - immer auf der Suche nach interessanten Insekten und Pflanzen. Neulich musste ich feststellen, dass es auch kleine Tierchen gibt, die auf der Suche nach mir sind. Die Rede ist von Zecken!

Zecken springen, entgegen der landläufigen Meinung, nicht von Bäumen auf ihre Opfer sondern halten sich im Unterholz, in Gräsern und auf Farnen auf. Das potenzielle Opfer streift sie dann von dort unbemerkt ab oder die Zecken krabbeln am Bein hinauf um sich dann an einer geschützten und warmen Stelle festzubeißen. Zecken sind auch auf gepflegten Grünflächen (also im heimischen Garten oder im Park) anzutreffen.

Je nachdem in welchem Gebiet man unterwegs ist, können solche Zeckenbisse sehr gefährlich sein und böse enden. Zecken übertragen Krankheitsereger wie die für Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Für letzteres gibt es Impfstoffe.

Hier nun der Tipp für die Makrofototour:
1. Vor der Fototour unbedingt über das Zielgebiet im Hinblick auf Zeckengefahr informieren.
2. In gefährdeten Gebieten (z.B. Süddeutschland) unbedingt lange und geschlossene Kleidung tragen. Hose in die Socken Stopfen. T-Shirt oder Longsleeve in die Hose. Die Kleidung nach der Fototour waschen um sicher zu gehen, dass darin nichts mehr krabbelt.
3. Nach der Fototour unbedingt auf Zecken hin absuchen - dabei auch die Achselhöhlen und Kniekehlen sowie andere schlecht einsehbare Körperstellen beachten.
4. Bei Zeckenbefall, die Zecke so schnell wie möglich mit einer Zeckenzange oder auch mit den Fingern entfernen. Dabei die Zecke möglichst gerade, ohne Drehung herausziehen und kontrollieren, dass der Kopf noch dran ist.
5. Die Bissstelle in den nächsten Tagen (8-14) beobachten und beim Anschein von Entzündungen einen Arzt aufsuchen.

6. Wer oft in Gebieten mit erhöhtem Zeckenrisiko unterwegs ist sollte sich unebdingt impfen lassen. Die Kosten für die drei Impfungen werden von der Krankenkasse übernommen. Eine Impfung hält nach derzeitigem Erkenntnisstand 5 Jahre.

Haftungsausschluss: Ich bin kein Biologe, Arzt oder ähnliches. Ich übernehme keinerlei Haftung für die hier vorgestellten Tipps. Es ist lediglich die Verhaltensweise, wie ich sie an den Tag lege, wenn ich mich längere Zeit für Makrofotos auf Wiesen und an Waldrändern aufhalte. Im Zweifel bitte immer einen Arzt zu Rate ziehen.

In diesem Sinne, Press the Shutter!

Thema: Allgemein, Fotografie, Tipps, Zum Mitnehmen! | Kommentare (0) | Autor: sebi

Bildstabilisator

Donnerstag, 18. Juni 2009 18:31

Hey Sebi, soll ich mir gleich ne DSLR mit eingebautem Bildstabi kaufen?

Hm, klar, warum nicht. So weit ich weiß haben Pentax und Olympus da was im Angebot.

Beim eingebauten Bildstabilisator wird der Sensor bewegt um Verwacklungen bei langen Belichtungszeiten auszugleichen. Das hat den großen Vorteil, dass man mit all seinen Objektiven bildstabilisiert fotografieren kann.

Vohingegen bei Canon und Nikon der Bildstabilisator im Objektiv eingebaut ist. So legt man in der Regel einen etwas höheren batzen Geld auf den Tisch um ein Objektiv mit Bildstabilisator zu bekommen. Leider sind lichtstarke Objektive nicht stabilisiert. Die mir bekannten Objektive mit Bildstabilisator haben maximal eine Offenblende von F2.8. Bei eine stabilisierten Kamera kann man aber auch Objektive mit F1.2 stabilisiert nutzen (wenn es für diese Kameramodele solche lichtstarken Objektive gibt).

Nun, wenn stabilisierte Kameras so toll sind, warum bauen Nikon und Canon ihren Stabilisator ins Objektiv? Sind die so Geldgeil? Nein! Zumindest nicht nur. Ein stabilisiertes Objektiv hat den großen Vorteil, dass schon beim Blick durch den Sucher das Bild beruhigt wird und Wackler ausgeglichen werden. Somit bekommt man ein sehr stabiles Sucherbild und man ist nicht am Ende vom Bildergebnis überrascht. Wird nur der Sensor bewegt, der ja beim Blick durch den Sucher vom Spiegel verdeckt wird, so kann die Stabilisierung nur zum Zeitpunkt der Aufnahme, nicht aber bei der Bildkomposition greifen.

Ich stelle mir folgende Situtation vor: 800mm Brennweite, kein Stativ, an einer APS-C Kamera. Jede kleinste Bewegung macht in der Entfernung einen riesen Unterschied. Beim stabilisierten Objektiv bleibt alles recht ruhig im Sucherfeld stehen, man drückt ab und hat alles im Kasten. Bei der stabilisierten Kamera ist alles wie wild am wackeln und das Motiv verlässt Zeitweise sogar das Sucherfenster - da ist es wieder… Klick… nur auf dem Bild ist es nicht zu sehen, da der Stabilisator dummerweise ein Objekt neben dem Motiv als wichtiger angesehen hat und auf dieses stabilisiert hat.

Was will ich damit nun sagen? Ja, es hat einen Grund, warum die Marktführer stabilisierte Objektive und keine stabilisierten Kameras anbieten. Wer mit Brennweiten bis 200mm auskommt, der wird sicher auch mit einer stabilisierten Kamera auskommen. Bei Brennweiten über 200mm würde ich ein System bevorzugen, bei dem der Bildstabi im Objektiv verbaut ist.

PS: Ich weiß nicht, ob es Hersteller gibt, die das bei DSLRs machen, aber im Kompaktkamerasektor sprechen Hersteller häufig von einem Bildstabilisator. Manchmal bedeutet so ein Punkt im Prospekt leider nicht mehr, als dass bei schlechten Lichtverhältnissen die ISO nach oben geschraubt wird, um kürzere Belichtungszeiten zu erzielen. Man sollte also darauf achten, dass von einem optischen Stabilisator die Rede ist!

Thema: Fotografie, Tipps, Zum Mitnehmen! | Kommentare (0) | Autor: sebi

Kamerareinigung

Montag, 25. Mai 2009 21:41

Es gibt viele verschiedene Arten seine Kamera zu reinigen. Einige funktionieren gut, andere weniger, manche können sogar die Ausrüstung beschädigen.

Um meine Kamera im Feld, also beim Shooting oder auch danach zu reinigen verwende ich folgende Materialien:

Lenspen
Der Lenspen ist eine Art Stift, an dessen einem Ende sich ein weicher Pinsel befindet. Am anderen Ende ist ein kleiner Microfaserstempel angebracht.

faustgroßer Blasebalg (Rocketblower)
- eben ein Blasebalg. Bitte keine Druckluft aus der Dose nehmen oder mit dem Mund in die Kamera pusten - da ist zu viel feuchtigkeit enthalten.

Zigarettenpapier
- hat eine ähnliche Zusammensetzung wie Optik-Papier, ist aber um einiges günstiger und an jeder Tankstelle zu bekommen.

Objektivreinigung
Zuerst puste ich mit dem Blasebalg losen Staub von der Frontlinse. Im nächsten Schritt nehme ich die Pinselseite des Lenspen um auch hartnäckigeren Dreck zu entfernen. Dadurch können wieder lose Staubpartikel auf der Linse sein, welche ich wieder mit dem Blasebalg weg puste. Sollte sich noch Schmutz auf dem Glas befinden, kommt das Zigarettenpapier zum Einsatz. Ich reiße den Streifen mit der Gummierung (Klebestreifen) ab, um nicht versehentlich den Kleber auf dem Objektiv zu verteilen. Dann falte ich das Papier derart zusammen, dass ich es gut greifen kann und meine Finger beim reinnigen das Glaselement nicht berühren. In kreisenden Bewegungen von der Mitte zum Rand entferne ich Fette und andere Rückstände von der Frontlinse. Es klingt fast ein wenig, als würde das Papier etwas vom Glas abschleifen, aber das ist allenfalls Schmutz. Ich nutze diese Reinigungstechnik für meine Objektive schon seit einiger Zeit und habe noch keinerlei Kratzer auf der Linse.

  • Pusten
  • Pinseln
  • Pusten
  • Wischen (kann man wischen sagen? Naja, das Papier kommt zum Einsatz)

Kamerareinigung
Zur Reinigung des Kamerabody und vorallem des Innenraums (Sensor, Spiegel) sorge ich dafür, dass der Akku der Kamera voll geladen ist. Im Kameramenü wähle ich “manuelle Sensorreinigung” aus, wodurch der Spiegel hochklappt und sich der Verschluss öffnet um den Sensor frei zu geben. Dann nehme ich das Objektiv ab und nutze den Blasebalg um den Innenraum und gezielt den Sensor auszupusten. Dabei aber unbedingt darauf achten, dass sich der “Rüssel” des Blasebalgs außerhalb des Kameragehäuses befindet. Andernfalls kann es durch Unachtsamkeit zu Beschädigungen an der Kamera kommen, wenn der “Rüssel” zum Beispiel gegen den Spiegel schlägt. Nachdem der Sensor von losem Dreck befreit ist schalte ich die Kamera aus, wodurch der Spiegel wieder herunter klappt. Dann puste ich noch ein bis zweimal mit dem Blasebalg auf den Spiegel um auch dort keine Staubrückstände mehr zu haben.

  • Akku laden
  • Manuelle Sensorreinigung im Menü auswählen
  • Objektiv abnehmen
  • Pusten
  • Kamera aus
  • Pusten
  • Objektiv drauf setzen

Das war mein erster Tipp Zum Mitnehmen! Ich hoffe er hilft euch auch weiter. Noch ein kleiner Hinweis: Bitte seid beim Reinigen eurer Ausrüstung gerade am Anfang sehr vorsichtig. Die hier genannten Tipps funktionieren für mich sehr gut und ich habe bisher keinerlei Probleme - allerdings möchte ich keinesfalls garantieren, dass nicht doch etwas kaputt gehen kann.

Es gibt sicherlich noch viele andere tolle Möglichkeiten seine Kamera zu reinigen. Hinterlasst mir doch eure Techniken einfach per Kommentar.

In diesem Sinne, Press the Shutter!

Thema: Fotografie, Tipps, Zum Mitnehmen! | Kommentare (0) | Autor: sebi

Zum Mitnehmen!

Montag, 25. Mai 2009 21:19

In der Rubrik “Zum Mitnehmen!” werde ich von Zeit zu Zeit kleine, wirklich kurze Fototipps geben. Ich hoffe es werden Tipps sein, wo Ihr denkt - oh, ja, das hab ich noch nicht gewusst. Also dieser Aha-Effekt. Quasi so, als bestellt man beim neuen Italiener eine Pasta zum Mitnehmen und ist am Ende sehr positiv vom Geschmack überrascht. Und außerdem gings schnell :-) Zum Mitnehmen eben…

Thema: Fotografie, Tipps, Zum Mitnehmen! | Kommentare (0) | Autor: sebi