Stative

“Hey, du kennst dich doch mit Kameras aus - ich brauch ein Stativ, welches kannst du mir empfehlen?”

Einführung
Die Antwort: Kommt darauf an…
Beim Stativkauf gibt es einige Dinge zu beachten; Dinge die entscheiden, ob, wie oft und wie lange man das Stativ nutzen wird. In diesem Artikel fokussiere ich mich auf “richtige” Stative - also solche Dreibeinstative, die sich für den Einsatz in Verbindung mit einer Spiegelreflex eignen. Mini-Stative lasse ich außen vor. Bei Stativen gibt es viele Unterschiede und jeder muss für sich selbst beurteilen, was er braucht und was er bereit ist dafür auszugeben.

Preis
Wenn mich jemand fragt, welches billige Stativ ich empfehlen kann, so ist meine Antwort immer: “Keins!”. Gerade für Einsteiger ist diese Antwort immer sehr unverständlich und sicher nicht zufriedenstellend aber es entspricht der Wahrheit. Bei Fotozubehör gibt es in eine Faustformel die besagt: “je teurer, desto besser” - Ok, ja, dass ist jetzt sehr blauäugig gesprochen und nicht jeder braucht das Top-Produkt aber dennoch empfehle ich, nicht am falschen Ende zu sparen. Umso mehr man in das Hobby rein wächst, desto mehr sehnt man sich nach besseren Hilfsmitteln.
Wer spart, kauft zweimal.
Ich bin den Weg schon einige Male gegangen und habe mich gerade deshalb dazu entschieden, mich vor einem Kauf intensiv zu informieren und keine Kurzschlusskäufe mehr zu tätigen. Mit dem neuen Fernabsatzgesetz ergeben sich neue Möglichkeiten - so kann man sich das gewünschte Produkt bestellen und zwei Wochen ohne Risiko testen und im Falle von nicht-gefallen den Artikel wieder zurück zu schicken.
Um den Händlern nicht unnötig zu schaden, sollten sich diese Testkäufe aber nicht häufen; darum heißt es: erst informieren, dann kaufen.
Die Preise für Stative, die sich für den Hobby-Fotografen eignen (diese Mini-Stative mal außen vor), bewegen sich zwischen 30,00 Euro und 1.000,00 Euro. Dazu kommen noch einmal 20,00 Euro bis 600,00 Euro für einen Stativkopf.
Gerade im gehobenen Segment ist es üblich, dass Kopf und Beine getrennt verkauft werden. So bekommt man mehr Flexibilität in seiner Wahl.

Eine große Spanne, bei der es gilt, sich selbst in das richtige Preissegment einzuordnen. Randbemerkung: Mein erstes Stativ hab ich für 50,00 Euro bei Ebay geschossen und hat mir immerhin 3 Jahre lang gute Dienste geleistet.

Beine
Die Wahl für ein Stativ beginnt bei der Wahl des Materials für die Stativbeine. Die gängigsten Materialien sind: Kunststoff, Guss/Metall, Aluminium, Basalt, Carbon und Holz. Jedes Material hat seine Vor- und Nachteile, welche ich im Folgenden beschreiben möchte.

Kunststoff:
Kunststoff ist nicht nur leicht sondern auch günstig herzustellen. Die meisten Low-Budget Stative sind aus Kunststoff gefertigt. Ein großer Nachteil ist allerdings, dass die Kunststoffstative, die ich kenne nicht sonderlich stabil sind und selbst für Einsteiger und Wenig-Fotografierer keine gute Wahl darstellen.

Guss/Metall:
sind ebenfalls relativ günstige Materialien. Sie sind stabiler als Kunststoff aber auch um einiges schwerer. Wer nun das Stativ nicht einfach nur in sein Wohnzimmer stellen möchte, sollte hier lieber die Finger von lassen.

Aluminium:
Alu vereint die guten Eigenschaften von Kunststoff und Guss. Es ist vergleichsweise leicht aber dennoch stabil. Leider ist Alu nicht sonderlich schwingungsarm. Das bedeutet, dass man einige Sekunden warten muss, nachdem man die Kamera auf dem Stativ platziert hat, bis man ein Foto machen kann. Und dann sollte man das Foto auch nur mit Fernauslöser machen. Das Material schwingt lange nach, wenn es einmal in Schwingung versetzt wurde. Selbst das Hochklappen des Spiegels bei einer Spiegelreflexkamera kann das Stativ derart in Schwingung versetzen, dass Fotos unbrauchbar werden, da sie verwackeln können. Hier bietet sich die Spiegelvorauslösung der Kamera an, bei der beim ersten betätigen des Auslösers der Spiegel hoch klappt und erst beim nochmaligen Drücken der Verschluss aufgeht und die Belichtung gemacht wird.
Außerdem kann ein leichter Wind oder das Umher laufen in Stativnähe während der Aufnahme oder vorbeifahrende Autos, das Stativ in Schwingungen versetzen, welche durch die Beine, über den Kopf direkt zur Kamera übertragen werden und somit das Bild verwackeln können.

Basalt:
Basalt ist ein Vulkangestein, welches aber auch für die Stativherstellung eingesetzt wird. Der französische Hersteller Gitzo hat ein solches Herstellungsverfahren entwickelt. Aus meiner Sicht ist dies das ideale Material für Einsteiger. Es ist günstiger als Carbon und leicht wie Aluminium. Zudem ist es wesentlich schwingungsärmer. So werden Schwingungen abgefangen und gelangen erst gar nicht bis zur Kamera.
Das Material wird in einem speziellen Herstellungsprozess zu Hohlrohren verarbeitet wodurch zusätzliches Gewicht eingespart wird.

Carbon
Carbon ist das Material, was von den meisten Profis bevorzugt wird. Es ist extrem leicht, widerstandsfähig und extrem schwingungsarm. Leider; und das ist die schlechte Nachricht für die Hobby-Fotografen, ist es sehr teuer. Zwar gibt es hier Unterschiede aber im Allgemeinen ist ein Carbon-Stativ die teuerste Wahl. Manche Hersteller bieten zwar auch Carbonstative für unter 100,00 Euro an, diese sind aber recht einfach gefertigt und lassen sich keinesfalls mit Produkten namhafter Hersteller vergleichen.

Holz
Holz bietet im Bereich der Schwingungseigenschaften die größten Vorteile. Das Material ist bezahlbar, die Herstellung aber recht aufwändig. Zudem sind Holzstative herstellungsbedingt keine Fliegengewichte. Hohlrohre können aus Holz nicht gefertigt werden.

Nun, da ich die Materialien kurz gegenübergestellt habe, möchte ich meine Empfehlung aussprechen und rate hiermit zu Holz-, Carbon- oder Basaltstativen.

Diese Empfehlung bezieht sich erst einmal auf die Schwingungseigenschaften. Faktoren wie Gewicht und Größe sind hier noch nicht berücksichtigt, denn hierzu trägt noch die Aufhängung der Beine (Rumpf) zu bei.

Eine Angabe wie “Carbonstativ” oder “Holzstativ” beschränkt sich in den meisten Fällen auf die Beine an sich. Der Rumpf ist fast immer aus einem anderen Material gefertigt. Oft trifft man auf die Materialien Guss, Alu oder Magnesium. Hier spielen wieder Gewicht und Schwingungseigenschaften eine große Rolle. Magnesium wäre hier meine erste Wahl, da es nicht nur schwingungsarm sondern auch leicht ist.

Kommen wir zu Faktoren wie der Verbindungssteifigkeit. Ist ein Stativ aufgebaut, einfach am Rumpf anpacken und um die eigene Achse drehen. Lässt es sich zu leicht drehen oder hat womöglich großen Spielraum, so ist es ein schlechtes Stativ und sollte wieder im Mediamarkt ins Regal gestellt werden.
Um ein Verdrehen zu verhindern, muss das Stativ sehr präzise gefertigt sein, was sich aber leider in einem hohen Preis bemerkbar macht. Viele Hersteller produzieren Stativbeine mit einem ovalen, dreieckigen oder trapezförmigen Querschnitt, da sich diese Form nicht so leicht verdreht, wie ein rundes Bein. Von Runden Beinquerschnitten ist generell abzuraten, da diese unter Umständen auch das Öffnen und Schließen der Beine erschweren können.

Für Stativbeine haben sich derzeit zwei Mechanismen etabliert. Zum einen der Schnappverschluss, zum anderen der Drehverschluss.
Beim Schnappverschluss öffnet man einen Hebel (Aufstellen um 90°), zieht das Bein heraus und drückt den Hebel wieder zu. Dabei wird das Bein gequetscht und es hält fest. Bei einfachen (um nicht billigen zu schreiben), Stativen lässt sich dieser Verschluss sehr leicht öffnen und schließen, was darauf deutet, dass die Beine nicht sehr fest gequetscht werden und somit ineinander rutschen könnten oder sich (bei rundem Querschnitt) verdrehen. Bei einigen teuren Stativen fiel mir auf, dass der Verschluss sehr schwergängig ist - dadurch zwar ein ineinander schieben der Beine verhindert, aber im Gegenzug schwer zu bedienen ist. Hier gilt einfach: ausprobieren.

Alternativ zum Schnappverschluss gibt es den Drehverschluss. Hierzu wird eine am Bein befindliche Manschette durch Drehen geöffnet und auch wieder geschlossen. Der große Vorteil hierbei liegt darin, dass man sich die Finger nicht klemmt. Und je nach Fertigung des Gewindes der Manschette und der Manschette selbst ist es leichter oder schwerer den Verschluss zu bedienen. Gerade bei Drehverschlüssen sollte man testen, ob es möglich ist, mit einer Hand gleich mehrere der Verschlüsse am gleichen Bein zu fassen und zu drehen. Ist dies möglich, so spart dies beim Auf- und Abbau einiges an Zeit, da man im zusammengeklappten Zustand des Stativs alle Beinsegmente gleichzeitig befestigen oder lösen kann.

Für welchen Verschluss man sich entscheidet ist beinahe egal. Einfach mal in die Hand nehmen und ausprobieren, was für einen am besten funktioniert.

Stative unterscheiden sich zudem in der Anzahl ihrer Beinsegmente. Es gibt Stative von einem bis hin zu fünf Segmenten. Allgemein kann man sagen, je weniger Segmente, desto schneller ist ein Stativ aufgebaut, aber desto größer ist es in der Regel im zusammengeklappten Zustand. Es sei denn man nimmt eines diese Mini-Stative. Die meisten Gängigen haben drei Beinsegmente, was auch für mich ein gangbarer Weg zu sein scheint. Wer ein etwas kompakteres Stativ sucht, wird sich in der Regel für vier Segmente entscheiden und ein wenig mehr Zeit für den Aufbau einplanen.

Bei vielen billigen Produkten sind die Beine über Streben mit der Mittelsäule verbunden. In den meisten Fällen versucht der Hersteller dadurch das Stativ zu stabilisieren - eine Lösung, die man bei besseren Modellen eher selten findet, da es unnötig ist, wenn das Stativ ansonsten schon gut und stabil gebaut ist. Diese Verstrebung bringt nämlich auch einige Nachteile mit sich. So ist man eingeschränkt, was die Öffnung der Beine angeht. Mit einer solchen Verstrebung ist der Maximal-Öffnungswinkel der Beine fest vorgegeben.
In einigen Fällen kann es aber Sinn machen, die Beine weiter zu öffnen. Hierzu bieten vielen Stative die Möglichkeit durch Drücken eines Knopfes die Beine noch weiter zu öffnen. Es gibt den Standardwinkel, der in den meisten Fällen ausreichend ist, zudem kann man, häufig Stufenweise noch zwei oder mehr Winkel, bis hin zu 180° wählen. Mit Öffnen der Beine kommt man zum einen näher an den Boden, was gerade im Bereich der Makrofotografie von Vorteil ist und zum anderen hat man die Möglichkeit das Stativ auch über einer Öffnung im Boden (Schlucht, Treppenhaus…) zu platzieren.
Ich habe Stative gesehen, bei denen dieser Winkel auch mittels eines Clipss eingestellt werden kann. der je nach bevorzugtem Winkel in eine bestimmte Position nach außen gezogen wird. Mir persönlich gefällt die Lösung über einen Druckknopf wesentlich besser und mach auf mich einen hochwertigeren Eindruck. Allerdings sollte man auch hier vor einem Kauf testen, wie gut sich dieses Element bedienen lässt.

Ein letzter Punkt, auf den es sich zu achten lohnt, ist eine Libelle, die am Stativrumpf angebracht ist. Diese Art der Wasserwaage ermöglicht ein gerades ausrichten der Beine, was bei Panoramaaufnahmen oft hilfreich sein kann.

Mittelsäule
Im Vorangegangen Abschnitt habe ich die Mittelsäule erwähnt. Die Mittelsäule ist senkrecht im Rumpf angebracht. Auf ihr wird der Kopf moniert und sie Dient dazu, bei aufgeklappten Beinen die Höhe der Kamera vom Boden zu variieren, ohne alle drei Beine ständig neu einstellen zu müssen. Es sei vorab aber erwähnt, dass sich eine ausgezogene Mittelsäule negativ auf die Stabilität des Stativs auswirkt. Man unterscheidet zwischen denen Mittelsäulen mit und denen ohne Kurbel.
Interessanterweise lassen sich viele Einsteiger von dieser Kurbel so begeistern, dass sie diese unbedingt haben müssen. Dabei vergessen sie oft das zusätzliche Gewicht und die Nachteile im Komfort. Ich für meinen Teil möchte nicht ständig so eine blöde Kurbel drehen, um die Mittelsäule hoch und runter zu fahren. Zudem dann noch ein anderes Schräubchen drehen um die Position zu arritieren. Außerdem ist die Kurbel immer im Weg - da hilft auch ein Anklappen nicht wirklich weiter.
Ich bevorzuge hingegen die Mittelsäule ohne Kurbel (auch Rapid Center Column genannt). Man löst eine Schraube, zieht die Mittelsäule in die passende Höhe und dreht die Schraube wieder fest - schon wieder Zeit gespart.

Ein weiteres Argument, welches für die Rapid Column spricht ist die oft gebotene Möglichkeit die Mittelsäule heraus zu nehmen und verkehrt herum (top-down) wieder einzubauen. Auf diese Weise ist es möglich, die Kamera sehr nah an den Boden zu bringen - entweder weil es die Situation erfordert oder weil man extreme Blickwinkel nutzen möchte. Bei Mittelsäulen mit Kurbel ist das in der Regel nicht möglich

Einige Mittelsäulen verfügen über einen kleinen Haken am unteren Ende. Dieser ist dazu gedacht Gewichte an das Stativ zu hängen um zum Beispiel in Küstenregionen, wo starke Winde zu erwarten sind, das Stativ zusätzlich zu stabilisieren. Es gibt Sand- oder Bleisäcke zu kaufen, die man dran hängen kann. Interessanter finde ich aber die Alternative mit Steinsäcken - diese sind leer, man nimmt sie leer mit zur Location und befüllt sie dort mit Steinen, die in der Natur fast überall zu finden sind. Oder man hängt einfach seine Kameratasche/Kamerarucksack daran - den hat man ja in der Regel immer dabei.

Bei den Mittelsäulen wird in der Regel das gleiche Material verbaut, wie auch bei den Beinen. Manche Hersteller nutzen aus Kostengründen aber auch andere Materialien. So kann es vorkommen, dass die Beine zwar aus Carbon, die Mittelsäule aber aus Alu gefertigt ist.

Billige Stative kommen oft schon mit Stativkopf, welcher fest mit der Mittelsäule verbunden ist und nicht mehr gewechselt werden kann. So etwas kenne ich hauptsächlich von Stativen mit Kurbel-Mittelsäule, welche wiederum mit den Beinen fest verbunden ist. Möchte man dann den Kopf wechseln, muss man ein neues Stativ kaufen. Darum immer darauf achten, dass man den Kopf von der Mittelsäule abschrauben kann.

Kopf
Wie sollte es anders sein? Auch bei der Wahl des richtigen Stativkopfes hat man die Qual. Es gibt verschiedene Modelle, die sich alle Grundlegend in Genauigkeit und Geschwindigkeit bei der Bedienung unterscheiden. Im folgenden beschreibe ich die Gängigsten:

Drei-Wege-Neiger:
Beim Drei-Wege-Neiger wird jede Achse einzeln eingestellt. Das hat den Vorteil, dass man zum Beispiel die horizontale Neigung verändern kann, ohne den vertikalen oder horizontalen Bildausschnitt zu verändern. Diesen Vorteil erkauft man sich aber durch eine verminderte Geschwindigkeit bei der Wahl des passenden Ausschnitts, da jede Achse einzeln gelöst und festgestellt werden muss.

Getriebeneiger
Der Getriebeneiger geht noch einen Schritt weiter; er ermöglicht eine sehr genaue Einstellung der Achsen, da die Achsen nicht einfach nur festgeklemmt werden. Sie werden stattdessen über ein Getriebe eingestellt. Durch drehen der Einstellschrauben verändert man den Bildausschnitt. Durch dieses System ist der Getriebeneiger zwar sehr genau aber auch langsam. Es braucht einige Zeit, bis man durch drehen der Einstellschrauben den passen Bildausschnitt gefunden hat.

Kugelkopf
Beim Kugelkopf kann man alle Achsen gleichzeitig verstellen. Lediglich eine Schraube wird gelöst und gibt damit alle Achsen frei. Dadurch kann der Kopf sehr schnell eingestellt werden. Die etwas besseren Kugelköpfe erlauben es die Friktion (Reibung) der Kugel in der Pfanne einzustellen. Auf diese Weise kann der Kopf an das Gewicht der Kamera angepasst werden, wodurch ein heruntersacken der Kamera beim Lösen der Feststellschraube verhindert wird. Die Friktion wird derart eingestellt, dass die Kamera bei gelöster Feststellschraube noch geradeso in waagerechter Position stehen bleibt, aber durch leichtes antippen mit dem Finger die Position verändert.

Kugelkopf mit Griff
Ähnlich wie der Kugelkopf, nur dass seitlich noch ein Griff angebracht ist, der das Einstellen erleichtern soll. Oft muss keine Schraube mehr gelöst werden sondern das Lösen der Kugel funktioniert über einen gefederten Hebel. Somit ist man noch ein wenig schneller beim Lösen der Achsen. Allerdings komm es oft vor, dass der Griff im weg ist. Gerade beim Portraitformat kann der Griff extrem störend sein.

Action Grip
Der Action Grip oder auch Joystick-Kopf ist ebenfalls in den Grundzügen ein Kugelkopf mit Griff, nur dass der Griff senkrecht nach oben steht und die Kamera auf dem Griff montiert wird. Dadurch kann die maximale Höhe des Stativs um ca 20cm erhöht werden - allerdings sinkt dadurch auch sehr drastisch die Stabilität.

Zudem ist der Action Grip für Hochformataufnahmen nur mit leichten Kameras geeignet. Da die Kugel unterhalb des Griffs sitzt und die Kamera oberhalb, wird die Kamera bei Hochkantfotos vom Stativmittelpunkt entfernt, da ja der Griff zur Seite geneigt werden muss. Somit befindet sich die Kamera ca 20cm vom Stativmittelpunkt entfernt, was sich zum einen entscheidend auf den Bildausschnitt auswirkt und sogar dazu führen kann, dass der Standort des Stativs geändert werden muss und zum anderen die Stabilität extrem beeinträchtigt.

Panoramakopf
Panoramaköpfe sind eine eigene kleine Familie der Stativköpfe. Es gibt sie in unterschiedlichsten Ausführungen und werden für einzeilige, mehrzeilige und Kugelpanoramen verwendet. Wobei sich ein Panoramakopf für Einzeilige nicht für ein Kugelpanorama eignet - umgekehrt aber schon. Für den normalen Gebrauch und auch für einfach Tele-Panoramen ist ein solcher Kopf aber noch nicht nötig. Deshalb sei er hier nur erwähnt - ich werde in einem zukünftigen Artikel ein bisschen was über Panoramen schreiben.

Videokopf
Wie der Name schon sagt, ist dieser Kopf für Videokameras und Camcorder konzipiert. Da er aber immer wieder auch als Fotokopf verkauft wird, möchte ich ihn hier kurz erwähnen. Mann erkennt ihn durch einen längeren Stab/Hebel der bei Videoaufnahmen für butterweiche Schwenks verwendet wird. Die meisten Videoköpfe bieten auch keine Möglichkeit für Hochkantaufnahmen, da dieses Format bei Videos eher unüblich ist.

Das bringt uns zum nächsten entscheidenden Punkt: Ein Stativkopf sollte eine einfache Möglichkeit für Aufnahmen im Portraitformat bieten. Die meisten Köpfe bekommen das hin - allerdings mal etwas Komfortabler, mal weniger. Beim Kugelkopf ist dies über ein oder zwei schlitze in der Pfanne realisiert - bei den Neigern gibt es eine eigene Schraube hierfür. Zusätzlich haben die meisten Neiger eine Skala, auf der der Grad des Horizonts angezeigt wird… wer’s braucht…

Man sollte bei allen Köpfen darauf achten, dass eine Drehung um die eigene horizontale Achse des Kopfes möglich ist. Das wird durch eine sogenannte Panoramaplatte ermöglicht. So kann man den vertikalen Bildausschnitt und den Horizont vorab wählen, dann aber im Nachhinein den horizontalen Bildausschnitt verändern. Sollte der Kopf diese Funktion nicht von Hause aus unterstützen, so kann man mit einer Panoramaplatte nachrüsten. Der Preis liegt für einfache Modelle bei ca 50 Euro. Diese Lösung bringt leider aber auch zusätzliches Gewicht mit sich. Ist diese Funktion schon im Kopf integriert, wirkt sich dies meist nur sehr gering auf das Gewicht aus.

Beim Material des Kopfes gibt es eine ähnliche Vielfalt wie schon bei den Beinen und Rümpfen. Köpfe werden aus Kunststoff, Guss, Aluminium oder Magnesium gefertigt. Mein klarer Favorit ist hier das Magnesium - einfach auf Grund von Stabilität, Gewicht und Schwingungseigenschaften.

Bevor man sich nun für ein System und danach für ein bestimmtes Produkt entscheidet, so sollte man auf jeden Fall alle Funktionen testen und schauen, wie gut man damit klar kommt und ob alles auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt ist. Es sollte auch getestet werden, wie stabil der Kopf ist und wie gut er unter Belastung die gewählten Einstellungen hält. Es gibt nichts frustrierenderes, als wenn man eine Aufnahme 2 Stunden lang belichtet und hinterher feststellt, dass sich die Kamera nach und nach absenkt, da der Kopf nachgibt. Zudem sollte der Kopf gewaltfrei zu bedienen sein. Bekommt man die sichere Fixierung der Achsen nur mit viel Kraft hin, so ist es sicherlich der falsche Kopf.

Eine Libelle am Kopf, vielmehr an der Aufnahme für die Schnellwechselplatte oder die Kamera kann ebenfalls sehr hilfreich sein.

Schnellwechselsysteme
Unterschiedliche Stativköpfe bieten unterschiedliche Arten der Kamerabefestigung. Billige Modelle haben einfach nur eine Schraube (1/4″ für (D)SLR oder 3/4″ für Mittelformat), die von unten in die Kamera gedreht wird. Je nach Kopf muss man das Stativ dazu drehen oder die Kamera, zumindest aber den Stativkopf. Für den häufigen Auf- und Abbau ist dieses System eher ungeeignet. Wer aber noch einen alten Kopf zuhause hat, muss diesen nicht durch einen Neuen ersetzen. Schnellwechselsysteme gibt es zum Nachrüsten für um die 30,00 Euro.

Mehr Komfort und dabei nur unwesentlich teurer sind so genannte Schnellwechselsysteme. Bei diesen Systemen schraubt man eine Aufnahmeplatte von unten in die Kamera und belässt diese dort. Die Kamera wird dann einfach mit dieser Platte auf den Stativkopf gesetzt und arretiert. Zum Entnehmen der Kamera betätigt man oft nur einen Hebel und schon kann man das Stativ wieder abbauen und weiter ziehen.

Aber Vorsicht! Auch bei Schnellwechselsystemen gibt es Unterschiede, die man beim Kauf berücksichtigen sollte. Die Firma Novoflex bietet ein System an, welches sich sehr gut für leichte Ausrüstung eignet. Eine münzgroße “Platte” wird in das Stativgewinde der Kamera geschraubt und die Kamera dann auf den Stativkopf gesetzt; gelöst wird die Kamera mittels Hebel. Diese Variante ist sehr kompakt und leicht aber leider nicht für schwere Kameras geeignet.

Gängiger und auch noch relativ kompakt sind die Schwalbenplatten, die ihren Namen ihrer besonderen Form zu verdanken haben. Fast jeder Hersteller hat ein solches System im Angebot. Alle mir bekannten Schwalbenplattensysteme werden per Hebel gelöst.
Des Weiteren gibt es sehr herstellerspezifische Systeme, welche ebenfalls Vor- und Nachteile haben. An dieser Stelle sei die Bemerkung gestattet, dass man sich in der Regel für ein bestimmtes System entscheiden wird und dieses länger, wenn nicht für immer verwenden wird. Kauft man sich zum Beispiel einen neuen/anderen Kopf, so wird man versuchen einen zu bekommen, welcher das selbe Schnellwechselsystem unterstützt, wie der, den man schon hat. Auf diese Weise kann man die alten Platten weiter verwenden und man muss auch nichts umschrauben, wenn man mal sein Dreibeinstativ oder mal sein Einbeinstativ nutzen möchte.
Dies soll verdeutlichen, dass die Wahl des Schnellwechselsystems nicht übers Knie gebrochen werden sollte.

Zurück zu anderen Systemen, die nicht per Hebel gelöst werden. Einige werden geschraubt. Hierbei heißt es zweimal schrauben. Einmal zum Befestigen der Kamera, das andere Mal zum Lösen, was viel Zeit kosten kann. Bei Hebelsystemen ist das anders, hier setzt man die Kamera auf den Kopf und der Hebel schnappt ein. Zum Lösen einfach nur Hebel aufziehen und die Kamera kann abgenommen werden.
Man sollte aber darauf achten, dass der Hebel über einen Sicherheitsverschluss verfügt, der ein versehentliches Lösen verhindert. Es wäre denkbar ungünstig, wenn das Stativ mit daran befestigter Kamera geschultert wird und durch einen blöden Zufall der Hebel auf geht.

In diesem Zusammenhang bitte ich auch darum, auf jeden Fall den Schließmechanismus zu testen, ob er wirklich hält, wenn er geschlossen ist. Billig verarbeitete Systeme nutzen sich ab oder halten von vorn herein nicht. Auch sollte man testen, ob man mit der Bedienung (ich spreche jetzt nicht von der Kneipe um die Ecke) klar kommt.

Wer mehrere Kameras oder große Telebrennweiten mit eigener Stativaufnahme im Einsatz hat, dem sei geraten, sich mehrere Platten zuzulegen, um ein umständlichen hin und her zu schrauben zu vermeiden. Für diesen Fall sollte man auch schon vorher schauen, wie teuer zusätzliche Platten sind.

Größe
Beim Kauf von Stativen stößt man in der Regel auf vier verschiedene Größenangaben:
Das Packmaß:
Das Packmaß gibt Auskunft darüber, wie klein sich ein Stativ zusammenklappen lässt. Hier haben die Stative mit mehr als drei Beinsegmenten klar die Nase vorn - man muss das Packmaß allerdings auch immer in Relation zur maximalen Aufbauhöhe sehen. Ein Stativ, was im aufgebauten Zustand nur ein Meter hoch ist, wird sich, wenn es zwei Beinsegmente hat, sicher kleiner zusammenklappen lassen, als ein zwei Meter Stativ mit 3 Beinsegmenten.

Beim Packmaß sollte man sich überlegen für welche Zwecke man das Stativ nutzen möchte. Für Wanderungen und Städtetouren sowie bei Flugzeugreisen bietet sich ein Stativ mit geringem Packmaß an.
Dennoch gilt, einen Kompromiss zur maximalen Aufbauhöhe zu finden. Ein Packmaß von 50cm erachte ich als kompakt. 60cm und mehr hingegen sind mir persönlich schon zu groß.

minimale Aufbauhöhe:
Die Angabe gibt an, wie weit man die Kamera in Bodennähe platzieren kann. Ein Wert unter 20cm erscheint mir sehr gut. Solche Werte können in der Regel nicht von Stativen mit Kurbel-Mittelsäule und Beinverstrebungen erzielt werden.
Der Hersteller Manfrotto hat ein Stativ entwickelt, bei dem man die Mittelsäule umklappen und somit in eine waagerechte Position bringen kann. Dieses System ermöglicht ungewöhnliche Blickwinkel und Aufbauorte. Zudem kann man, wenn nach unten hin keine Mittelsäule mehr im Weg ist, die Beine im 180° Winkel hoch klappen und das Stativ flach auf den Boden legen. Der Nachteil bei diesem System ist das zusätzliche Gewicht.

maximale Aufbauhöhe mit ausgefahrener Mittelsäule:
Dies wird die größte Größenangabe sein, mit der viele Hersteller werben. Das klingt dann in etwa so: “Großes 1,60 Meter Stativ kompakt auf 50cm zusammenklappbar”. Klingt erstmal super, nur was bringt es einem, wenn man die Mittelsäule nie ausfährt? Ich ziehe die Mittelsäule nur raus, wenn ich die Höhe unbedingt brauche - wenn ich zum Beispiel über ein Geländer hinweg fotografieren möchte und ich ansonsten das Geländer mit im Bild hätte.
Ansonsten lasse ich die Mittelsäule immer unten, um die Stabilität des Stativs zu erhöhen. Ich gebe also nicht wirklich viel auf diese Angabe oder machte sie zumindest nicht kaufentscheidend.

maximale Aufbauhöhe mit eingefahrener Mittelsäule:
Dies ist nun die weitaus interessantere Angabe, die in Verbindung mit dem Packmaß und der minimalen Aufbauhöhe zur Kaufentscheidung führen sollte. Dabei sollte man sich im klaren darüber sein, dass es nicht unbedingt darum geht bequem und aufrecht hinter der Kamera stehen zu können - viel mehr geht es darum bei möglichst geringen Packmaß die größtmögliche Aufbauhöhe zu bekommen, die man kriegen kann. Auch wenn 1,40m etwas mickrig erscheinen, so ist das für mich eine noch akzeptable Arbeitshöhe, obwohl ich über 1,80m bin.

Gewicht
Je nach Anwendungszweck empfiehlt es sich auf das Gewicht zu achten. Wenn ich beabsichtige, das Stativ auf Wanderungen oder in unwegsames Gelände, vielleicht aber auch auf Städtetouren oder auf Flugreisen mit zu nehmen, werde ich mich in der Regel für ein leichtes Stativ entscheiden - zum Beispiel eines aus Carbon.
Nutze ich das Stativ hingegen nur im heimischen Garten oder fahre mit dem Auto zu jeder Location und muss das Stativ dort einfach nur neben dem Kofferraum aufbauen, werde ich mir wohl kaum Gedanken um das Gewicht machen und eher meinen Geldbeutel schonen. Natürlich muss diese Aussage verfeinert und die Häufigkeit bestimmter Anwendungen in Betracht gezogen werden. Einmal im Jahr kann ich es sicherlich verschmerzen ein 5Kg Stativ und dazu noch 6Kg Fotoausrüstung einen steilen Wanderweg hinauf zu schleppen… das möchte ich aber mit Sicherheit nicht häufig machen. Ich glaube beim Bund sprich man von leichtem Marschgepäck ;-)
Auch bei Flugreisen geht es schnell ins Geld, wenn man ständig Übergepäck bezahlen muss.

Einige Fotografen haben sich mal die Aufgabe gestellt, ein Jahr lang jedes Foto, das sie machen, von einem Stativ aus zu machen. Diese Aktion hat ihre Fotos dramatisch verbessert. Nicht nur, dass keine verwackelten mehr dabei waren, nein, sie haben sich auch mehr Gedanken über das Bild gemacht - unter anderem die Bildkomposition. Es macht eben doch einen Unterschied, ob man einfach nur durch den Sucher schaut und drauf hält oder ob man erst noch das Stativ ausrichtet und sehr genau in die Bildecken schaut, ob wirklich alles drauf ist, was drauf soll und nichts unerwünschtes.

Ein Stativ ist nur Sinnvoll, wenn man es auch benutzt. Nutzen kann man es nur, wenn man es dabei hat und man hat es sicher häufiger dabei, wenn es nicht zu schwer ist.

Belastbarkeit
Die Belastbarkeit von Stativen wird in der Regel mit dem Maximalgewicht angegeben. Einfache Stative erlauben, eine Kamera mit maximal 2Kg Gewicht zu verwenden. Bessere und gleichzeitig auch teurere hingegen ermöglichen das sechsfache und mehr.
Man sollte diese Zahl nicht zu eng sehen. Ein Stativ, welches laut Hersteller mit 2Kg belastet werden kann, hält sicherlich auch 3Kg aus, wenn es kein Dauerzustand ist.

Ich empfehle, einfach eine Küchenwaage zu nehmen und die schwersten Ausrüstungsgegenstände zu wiegen. Soll heißen: die Kamera (evtl. mit Batteriegriff) wiegen, den Blitz, das Tele-Objektiv und das lichtstärkste Objektiv. Bei mir wären das ca 4,5Kg. Dann sollte man noch ein oder zwei Kg drauf schlagen, um nachoben noch ein wenig Puffer zu haben, falls mal schwerere Gläser in den Besitz wandern und schon hat man die auf sich passende Belastbarkeit gefunden.

Mein altes Stativ
Mein erstes Stativ war ein Bilora 1122 mit Drei-Wege-Neiger. Alles aus Guss gefertigt und damit verdammt schwer. Das war auch der Grund, warum ich es nur selten mit dabei hatte. Aber immerhin gab es eine Tragetasche dazu. Zu aller erst hat mich der Drei-Wege-Neiger sehr gestört, da es lange dauerte, bis ich den Bildausschnitt gewählt hatte. War es dann so weit und hatte ich die Achsen fest gestellt, gab der Kopf in der Regel noch ein paar Millimeter nach und ich verlor Teils, je nach Brennweite meinen Bildausschnitt.
Das führte dann dazu, dass ich mir einen neuen Kopf gekauft habe. Das Konstrukt alte Beine neuer Kopf hat mir fast ein Jahr gereicht, bis mir dann auch die Beine zu schwer wurden und auch dafür ein Ersatz her musste. Vorallem ein weniger wackeliger Ersatz - trotz hohen Gewichts und solidem Eindruck ist mein altes Stativ doch eher wackelig.

Mein neues Spielzeug
Neuer Kopf und neue Beine. Mein neuer Stativkopf ist der Manfrotto MG 468 RC4, ein Kugelkopf, der mittels Hydraulikkammer arretiert wird. Der Kopf ist aus Magnesium gefertigt, die Kugel aus teflonbeschichtetem Aluminium. Zudem verfügt der Kopf über zwei Libellen und eine große Schnellwechselplatte, die per Hebel zu lösen ist. Außerdem ist eine Panoramaplatte integriert, die eine horizontale Bewegung um die eigene Achse ermöglicht. Um den Kopf auf das Gewicht der Kamera passend einzustellen, kann man die Friktion stufenlos einstellen.

Mein neues Stativ ist ein Gitzo GT1541. Es handelt sich um ein Carbon Stativ, dessen Packmaß bei 54cm und Gewicht bei 1,1Kg liegen. Die minimale Aufbauhöhe beträgt 17cm und die maximale 1,38m (1,59m). Bei einer maximalen Belastbarkeit von 8Kg.

Für den Kopf habe ich rund 250,00 Euro und für die Beine 480,00 Euro bezahlt.

Meine Empfehlung
Einfach in den Laden gehen und die Stative testen, die allein von den Leistungsmerkmalen her in Frage kommen. Natürlich sollte man sich eine Obergrenze setzen, was ein Stativ mit Kopf denn maximal kosten darf, man sollte aber nicht glauben, ein Stativ fürs Leben zu bekommen, wenn man nur 100,00 Euro ausgeben möchte. Ein gutes Stativ hat seinen Preis und es ist es sicherlich Wert, ihn zu bezahlen, denn auch wenn ein Stativ von den Leistungsmerkmalen her einen super Eindruck macht, muss das noch lange nicht heißen, dass auch die Materialien hochwertig sind und hochwertig verarbeitet wurden. Allein schon bei der Herstellung von Carbon-Rohren gibt es eine Vielfalt an Möglichkeiten, wie man an Kosten somit aber auch an der Qualität sparen kann.

Links zu Herstellern
Manfrotto
Gitzo
Velbon
Cullmann
Bilora
Walimex
Novoflex

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Autor: sebi
Datum: Donnerstag, 14. Mai 2009 20:17
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Ein Kommentar

  1. 1

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht.

    Allerdings finde ich es schade, das man gerade als Anfänger bei diesem Hobby so viel investieren muss um gute Ergebnisse erzielen zu können.

    Ich werde mir Morgen mal ein paar Stative ansehen und anhand deines Eintrags vergleichen.

    Gruß

    André

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