Beiträge vom Mai, 2009

Kamerareinigung

Montag, 25. Mai 2009 21:41

Es gibt viele verschiedene Arten seine Kamera zu reinigen. Einige funktionieren gut, andere weniger, manche können sogar die Ausrüstung beschädigen.

Um meine Kamera im Feld, also beim Shooting oder auch danach zu reinigen verwende ich folgende Materialien:

Lenspen
Der Lenspen ist eine Art Stift, an dessen einem Ende sich ein weicher Pinsel befindet. Am anderen Ende ist ein kleiner Microfaserstempel angebracht.

faustgroßer Blasebalg (Rocketblower)
- eben ein Blasebalg. Bitte keine Druckluft aus der Dose nehmen oder mit dem Mund in die Kamera pusten - da ist zu viel feuchtigkeit enthalten.

Zigarettenpapier
- hat eine ähnliche Zusammensetzung wie Optik-Papier, ist aber um einiges günstiger und an jeder Tankstelle zu bekommen.

Objektivreinigung
Zuerst puste ich mit dem Blasebalg losen Staub von der Frontlinse. Im nächsten Schritt nehme ich die Pinselseite des Lenspen um auch hartnäckigeren Dreck zu entfernen. Dadurch können wieder lose Staubpartikel auf der Linse sein, welche ich wieder mit dem Blasebalg weg puste. Sollte sich noch Schmutz auf dem Glas befinden, kommt das Zigarettenpapier zum Einsatz. Ich reiße den Streifen mit der Gummierung (Klebestreifen) ab, um nicht versehentlich den Kleber auf dem Objektiv zu verteilen. Dann falte ich das Papier derart zusammen, dass ich es gut greifen kann und meine Finger beim reinnigen das Glaselement nicht berühren. In kreisenden Bewegungen von der Mitte zum Rand entferne ich Fette und andere Rückstände von der Frontlinse. Es klingt fast ein wenig, als würde das Papier etwas vom Glas abschleifen, aber das ist allenfalls Schmutz. Ich nutze diese Reinigungstechnik für meine Objektive schon seit einiger Zeit und habe noch keinerlei Kratzer auf der Linse.

  • Pusten
  • Pinseln
  • Pusten
  • Wischen (kann man wischen sagen? Naja, das Papier kommt zum Einsatz)

Kamerareinigung
Zur Reinigung des Kamerabody und vorallem des Innenraums (Sensor, Spiegel) sorge ich dafür, dass der Akku der Kamera voll geladen ist. Im Kameramenü wähle ich “manuelle Sensorreinigung” aus, wodurch der Spiegel hochklappt und sich der Verschluss öffnet um den Sensor frei zu geben. Dann nehme ich das Objektiv ab und nutze den Blasebalg um den Innenraum und gezielt den Sensor auszupusten. Dabei aber unbedingt darauf achten, dass sich der “Rüssel” des Blasebalgs außerhalb des Kameragehäuses befindet. Andernfalls kann es durch Unachtsamkeit zu Beschädigungen an der Kamera kommen, wenn der “Rüssel” zum Beispiel gegen den Spiegel schlägt. Nachdem der Sensor von losem Dreck befreit ist schalte ich die Kamera aus, wodurch der Spiegel wieder herunter klappt. Dann puste ich noch ein bis zweimal mit dem Blasebalg auf den Spiegel um auch dort keine Staubrückstände mehr zu haben.

  • Akku laden
  • Manuelle Sensorreinigung im Menü auswählen
  • Objektiv abnehmen
  • Pusten
  • Kamera aus
  • Pusten
  • Objektiv drauf setzen

Das war mein erster Tipp Zum Mitnehmen! Ich hoffe er hilft euch auch weiter. Noch ein kleiner Hinweis: Bitte seid beim Reinigen eurer Ausrüstung gerade am Anfang sehr vorsichtig. Die hier genannten Tipps funktionieren für mich sehr gut und ich habe bisher keinerlei Probleme - allerdings möchte ich keinesfalls garantieren, dass nicht doch etwas kaputt gehen kann.

Es gibt sicherlich noch viele andere tolle Möglichkeiten seine Kamera zu reinigen. Hinterlasst mir doch eure Techniken einfach per Kommentar.

In diesem Sinne, Press the Shutter!

Thema: Fotografie, Tipps, Zum Mitnehmen! | Kommentare (0) | Autor: sebi

Zum Mitnehmen!

Montag, 25. Mai 2009 21:19

In der Rubrik “Zum Mitnehmen!” werde ich von Zeit zu Zeit kleine, wirklich kurze Fototipps geben. Ich hoffe es werden Tipps sein, wo Ihr denkt - oh, ja, das hab ich noch nicht gewusst. Also dieser Aha-Effekt. Quasi so, als bestellt man beim neuen Italiener eine Pasta zum Mitnehmen und ist am Ende sehr positiv vom Geschmack überrascht. Und außerdem gings schnell :-) Zum Mitnehmen eben…

Thema: Fotografie, Tipps, Zum Mitnehmen! | Kommentare (0) | Autor: sebi

Speicherkarten

Montag, 18. Mai 2009 18:43

Hey Sebi, da sind Speicherkarten im Angebot. 4GB für 3 Euro soll ich dir da auch gleich ein paar von mitbringen?

Antwort: Nein, lieber nicht und du solltest vielleicht auch eher die Finger von lassen…

Einführung
Selbst wenn die Kamera einen internen Speicher besitzt, so kommt man doch eher selten damit aus und ist darauf angewiesen diesen mit Speicherkarten zu erweitern. Die meisten Hersteller erlauben die Verwendung von SD/SDHC und Compact Flash Karten. Manche unterstützen aber nur Nieschenprodukte wie Memorystick von Sony oder MD Karten (Olympus).

Allerdings haben alle diese Karten etwas gemein - sie speichern Daten. Deine Daten! Und im speziellen Anwendungsgebiet der digitalen Fotografie Deine Bilder! Jetzt hat man also mehrere hundert Euro in Kamera, Objektive und Zubehör investiert, möchte aber dann bei den Speichermedien sparen - da passt was nicht zusammen. Bei Billigkarten muss man sich die Frage stellen, warum sie denn so billig sind. An irgendetwas wurde gespart und da bin ich in Sachen Zuverlässigkeit doch eher sehr skeptisch. Wäre doch ärgerlich, wenn am letzten Tag es Urlaubs die Speicherkarte kaputt geht und man ohne Fotos heim fährt.

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Thema: Ausrüstung, Fotografie | Kommentare (0) | Autor: sebi

Spiegelreflexkamera

Donnerstag, 14. Mai 2009 20:21

“Hey Sebi, am Wochenende hatte ich die digitale Spiegelreflex von einem Kumpel in der Hand. Das Fotografieren hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich jetzt überlege mir auch so eine zu kaufen. Kannst du mir sagen, welche DSLR ich mir holen soll?”

Einführung
Die Antwort: Nein! Es gibt nicht DIE Kamera, die sich für jeden eignet bzw. mit der jeder zufrieden sein wird. Im Folgenden werde ich versuchen einzelne Anwendungszwecke zu identifizieren und Empfehlungen auszusprechen. An der Stelle werde ich ein paar Produkte oder Produktlinien von Canon erwähnen. Als Referenz, dieser Artikel erschien im Mai 2009. Natürlich wird Canon und andere Hersteller im Laufe der Zeit weitere Modelle auf den Markt werfen. Viele Aspekte sind aber allgemein gültig und sollten berücksichtigt werden.

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Thema: Ausrüstung, Fotografie | Kommentare (0) | Autor: sebi

Stative

Donnerstag, 14. Mai 2009 20:17

“Hey, du kennst dich doch mit Kameras aus - ich brauch ein Stativ, welches kannst du mir empfehlen?”

Einführung
Die Antwort: Kommt darauf an…
Beim Stativkauf gibt es einige Dinge zu beachten; Dinge die entscheiden, ob, wie oft und wie lange man das Stativ nutzen wird. In diesem Artikel fokussiere ich mich auf “richtige” Stative - also solche Dreibeinstative, die sich für den Einsatz in Verbindung mit einer Spiegelreflex eignen. Mini-Stative lasse ich außen vor. Bei Stativen gibt es viele Unterschiede und jeder muss für sich selbst beurteilen, was er braucht und was er bereit ist dafür auszugeben.

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Thema: Ausrüstung, Fotografie | Kommentare (1) | Autor: sebi

Schnurstativ

Sonntag, 10. Mai 2009 20:51



Was ist ein Schnurstativ oder Inverse Pod?
Die Idee ist, ein leichtes Stativ zu bauen, was man immer dabei haben kann. Natürlich gibt es Ministative, aber wer möchte schon auf dem Boden rumkrabbeln um ein Foto mit einer Sekunde Belichtungszeit zu machen. Meistens hat man das Stativ dann doch nicht dabei, weil es vielleicht doch zu unhandlich ist.

Der Inverse Pod wird unter die Kamera in das Stativgewinde geschraubt. Von der Kamera hängt dann ein Seil in einer Schleife herunter, in welche man hineintritt. Die Kamera wird zum Fotografieren mit Belichtungszeiten von 1/30 bis 1,5 Sekunden nach oben gehoben - das Seil wird gespannt.

Auf diese Weise wird die Kamera zumindest in eine Richtung fixiert, was das verwacklugnsfreie Fotografieren zumindest erleichtert. Ein bisschen Übung ist dennoch nötig.

In dieser ausführlichen Anleitung möchte ich erklären, wie ich diese Statividee umgesetzt habe. Die Idee zu diesem Stativ wurde in dem Foto-Podcast Happy Shooting genannt.

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Thema: Anleitungen, Fotografie | Kommentare (2) | Autor: sebi